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Schon in prähistorischer Zeit waren die fruchtbaren Ebenen im Donautal
wie auch die alpinen Regionen besiedelt. Salz und Eisen boten bereits im 1.
Jahrhundert vor Christus einer keltischen Bevölkerung (Königreich
Norikum) eine Lebensgrundlage. Der einstige Handelspartner, die Römer,
übernahmen um das Jahre Null Norikum, zusammen mit Rätien und Pannonien
(West- und Ostösterreich/Burgenland) als Provinz. Bis zur Völkerwanderung,
5 Jahrhunderte lang, blieben die Römer.
Drei weitere Jahrhunderte wurden von den Durchmärschen vieler Völker
im Zuge der Völkerwanderung geprägt. Ende des 8. Jhd. wurde zwischen
Donau und Drau von Karl dem Großen ein Bollwerk gegen die im Osten vordrängenden
Awaren geschaffen, um die Karolingische Mark zu schützen.
976 übernahmen die Babenberger die Verwaltung Österreichs und erweiterten
ihre Macht zielstrebig, bis sie 1156 Österreich zum privilegierten Herzogtum
erheben konnten.
1280 wurden die Habsburger mit dem Herzogtum Österreich belehnt, die
die Herzogtümer Steiermark, Kärnten und Tirol erwarben und auch Istrien
hinzufügten. Der erste Habsburger, der die Kaiserkrone trug, war 1437 der
Herzog Albrecht V. Späterhin trugen zahlreiche Habsburger die Krone des
Hlg. Römischen Reiches, die Habsburger konnten die Niederlande und Burgund
und Teile Spaniens gewinnen. Um 1500 entstand eine spanische und eine österreichische
Habsburgerlinie, letztere konnte Ungarn und Böhmen ihrem Machtbereich zufügen.
Nun folgten zwei Jahrhunderte der Türkenkriege, die Osmanen konnten zweimal
bis zu den Toren von Wien vordringen. Nach endgültiger Zurückdrängung
der Osmanen war Österreich zur europäischen Großmacht geworden.
Maria Theresia und Joseph II. legten den Grundstein für einen neuzeitlichen
Verwaltungsstaat, der 1800 in ein Kaisertum umgewandelt wurde, nachdem durch
die französische Revolution und die Napoleonischen Kriege das Hlg. Römische
Reich zerstört worden war. 1867 wurde das Kaisertum in die österreichisch-ungarische
Doppelmonarchie umgewandelt. Nach dem ersten Weltkrieg zerbrach dieser Vielvölkerstaat.
1918 konstituierte sich Österreich als Republik. Diese wurde 1938 an
Hitlerdeutschland zwangsangeschlossen, 1945 jedoch wiedererrichtet. Bis zum
Abschluß des Staatsvertrages 1955 blieb die Republik von den vier am Krieg
beteiligten Großmächten besetzt. Im selben Jahr beschloß der
Nationalrat die immerwährende Neutralität, und Österreich konnte
ungehinderte Beziehungen zu den anderen Ländern entwickeln.
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