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Ingo Klöckl
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ÖAV-Kurs "Firn, Fels, Eis" 1997

Stützpunkt Franz Senn-Hütte 21470 m.

Die Franz Senn-Hütte am Nordrand des Hochstubai, greifbar nahe Gletscher und 3000er. Hier habe ich mir einen langgehegten Wunsch erfüllt und jetzt, Anfang Juli, an einem Ausbildungskurs des ÖAV (Österreichischer Alpenverein) "Firn, Fels und Eis" teilgenommen, um mich fürderhin sicherer und vor allem längerfristig selbständig in die Berge begeben zu können. Sehr gut finde ich am ÖAV-Kurs, daß die Gruppen sehr klein sind, unsere bestand aus dem wie alle Niederländer die Alpen schon lange durchwandernden Joachim, dem oberösterreichischen "Bären" Franz, der schon so manche Berge bestiegen hat und mich gleich durch seine Kraft beeindruckte, und meiner Wenigkeit, der bis dato außer kleinen Wanderungen zum "Appetitbekommen" nichts vorzuweisen hatte außer großer Lust. Und natürlich aus unserem Bergführer Werner, der den Kurs zu einem großen Erlebnis mit hohem Lernerfolg machte. Hier möchte ich ihm gerne dafür danken, daß er uns so "lässig" und gut an die Materie herangeführt hat. Vor allem ich, da ich mir beim Anmelden zum Kurs nicht so sicher war, ob ich so etwas wie Klettern überhaupt machen will :-) Werners sachte Führung konnte mich Flach- und Auslandssteirer jedoch zum begeisterten Anhänger der (mäßigen) Vertikale machen.

Was ich gleich bei der Ankunft gelernt habe: Juli mag zwar ein Sommermonat sein, aber Schnee bis fast zur Hütte hinunter ist deswegen trotzdem keine Seltenheit. Fazit: selbst wenn man hier einen markierten Wanderpfad verfolgen möchte, kann es sein, daß dieser gar nicht zu sehen ist und man - schwupp! - zum echten Bergsteiger werden muß. Das ist doch schon mal ein wichtiger Lernerfolg. Außerdem habe ich gelernt, daß Gamaschen und Eispickel nie verkehrt sind, wie sich in den folgenden Jahren zeigen sollte, auch auf netten harmlosen 2200ern. Und noch sehr wichtig: immer viel trinken!

Und was habe ich sonst gelernt? Was halt zu so einem Kurs gehört: ein bisserl Felsklettern mit entsprechender Seiltechnik, Gletschergehen mit entsprechender Seiltechnik, Gewöhnung an die Tiefe (wichtig für mich), Orientierung und wegloses Gehen im unberührten Block-/Firn- und sonstigem Gelände. Sehr gut fand ich, daß Werner uns nicht nur alles zeigte, sondern wir das Gelernte ab diesem Moment selber anwenden mußten, um praktische Erfahrungen zu sammeln, während sich Werner dann als Beobachter im Hintergrund hielt und als Retter :-) rechtzeitig zur Stelle war. So festigte sich der Stoff sehr gut und wir konnten einige Fehler noch unter Aufsicht machen, anstatt später alleine. Die folgenden Beschreibungen sollen einen kleinen Einblick in die durchgeführten Touren geben.

Unsere Ziele während der Kurswoche: