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Ingo Klöckl
i.kloeckl@2k-software.de

Freiburger Hütte 1950 m

Eine ziemlich große Hütte, die ziemlich viel Tagesgäste aufweist, da sie nur 40 min vom Formarinsee entfernt liegt, der mit Wanderbussen von Lech aus erreicht werden kann. Entsprechend gibt es zahllose Besucher, die nur den Weg vom Busparkplatz zur Hütte und zurück schaffen, allerdings bleibt auch eine überraschend hohe Anzahl an Menschen über Nacht und länger. Ein Sammelpunkt für Wanderer und Radler und Weitwanderer (Fernwanderweg Ost-West) ...

Trotz dieser zunächst schlimmen Ausführung ist der Hüttenwirt ausgesprochen nett und bewahrt seine Ruhe und Freundlichkeit! Ein ruhender Pol, auch wenn abends und morgens das Haus summt. Bergeinsamkeit gibt's hier nicht, zu sehr lockt wohl die Rote Wand. Aber wie gesagt, abgesehen davon, eine nette Hütte mit frischer Almmilch! Und wenn man sich einige Meter abseits des Weitwanderwegs hält, ist man oft ziemlich allein.

Die Lage der Hütte über dem Formarinsee ist schon mal sehr schön, außerdem bietet sie einen herrlichen Blick über das Klostertal zu den Zentralalpen (Verwall, Rätikon) und die schöne Gestalt der Roten Wand. Besonders reizvoll ist aber die geologische Vielfalt der Gesteine, die hier besonders schön zutage treten und auch dem Nichtgeologen zahlreiche Einblicke in die Zusammenhänge von Gebirgsaufbau, Gesteinsart, Wetter, Pflanzen und Morphologie geben. Hierzu liegt in der Hütte ein sehr guter Führer auf, der alles, was einem auf einer Wanderung erwartet, laiengerecht beschreibt. Allein deswegen möchte ich noch einigemale wiederkommen und die beschriebenen Formationen beschauen! Auch die Pflanzenvielfalt ist hier phänomenal!

  • Aufstieg über Schotterstraße
    ohne Schwierigkeiten mit Beinen, Händen, Rollstühlen, Tretautos oder Fahrrädern von der Endhaltestelle des Wanderbusses Lech-Formarinsee über die Schotterstraße zur Hütte, ca. 30 min. Der Wanderbus fährt in der Hochsaison von Lech oder Zug alle halben Stunden zum Formarinsee, außer der Hochsaison stündlich. Dann gar nicht.
  • Aufstieg über Pfad am Seekopf
    Etwas schwieriger, wie die Tafel "Nur für Geübte" am Busparkplatz anzeigt! Die Schwierigkeit besteht darin, daß dieser Pfad ohne Höhenverluste direkt an der Flanke des Seekopfs zur Hütte führt, 50 m über dem See, und diese Flanke ziemlich steil und der Steig dafür sehr schmal wird. An einigen Stellen ist ein Überholen nicht möglich, und Entgegenkommende sollten berücksichtigt werden bei der Suche nach einer Ausweichstelle. Außer dieser stellenweise höheren Ausgesetztheit ist der Steig unschwierig, sehr gut ausgebaut, führt aber zuweilen durch feines schlammig-matschiges Gesteinsmehl, das bei Näße etwas glitschig wird. Hier heißt es also aufgepaßt oder ab in den See (tief hinunter)! Man benötigt dafür nur 20 min zur Hütte.
  • Abstieg über den Fahrweg oder den Seekopfsteig
    ohne Schwierigkeiten, 30 min oder 2o min über den Steig.

Hüttenziele: