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Ingo Klöckl
i.kloeckl@2k-software.de

Hochfürlegg 2943 m

Tourenstützpunkt: Rudolphshütte

Die Hochfürlegg ragt als viergipfliger Berg neben dem flachen Gipfel des Sonnblick und der rassigen Pyramide der Granatspitze auf und ist über einen Gletscher zu erreichen.

Von der Hütte aus fährt man über die Piste, dann durch Neuland zum Weißsee ab. Man überquert den ganzen zugefrorenen See und wendet sich am Ufer nach rechts zum Beginn einer weiten Rinne, die in sanfter Steigung zu einem Regenmesser führt, links das Sonnblickkees. In einem weiten Rechtsbogen steigt man entlang einer Rampe auf, die am Steilstück des Gletschers in die Höhe und auf den oberen flachen Abschnitt des Gletschers führt, zuletzt in einem weiten Rechtsbogen. Links Sonnblick und Granatspitze, vorne die Sonnblickscharte und rechts eine Rinne, die am Gipfelplateau oder -grat der Hochfürlegg endet (2 h).

Aufstieg zum Gipfel. Im Hintergrund ist der Gipfel des Sonnblicks zu sehen, die Hochfürlegg ist rechts nicht zu sehen. Beim Aufstieg hat man einen herrlichen Blick auf den stolzen Gipfel der Granatspitze.

Da wir bei dieser Tour einiges über Skitouren lernen wollten und uns für die Abfahrt durch hohen (Trieb)Schnee wühlen müssen, haben wir an diesem weiten Sattel eine Jause gegessen und uns an die Abfahrt über das Steilstück des Gletschers gemacht. Hier heißt es auf die verschneiten Spalten aufpassen! Durch wiederholte Stürze wurde das Tempo der Abfahrt allerdings immer wieder vermindert, nur das Aufsteigen auf die Ski im brusthohen Schnee war sehr mühselig ... In der unteren Rinne versuchten dann harte Windgangeln, uns immer wieder beim Kurvendrehen in der Bahn und derselben Richtung zu halten, auf den Rinnenrand zu. Viele Drehversuche wurden mit harten Stürzen "belohnt", sodaß die Taktik geradeaus fahren - anhalten - am Fleck drehen - geradeausfahren sich als die beste erwiesen hat. Trotzdem waren wir müde und zerschlagen, als wir am Weißsee ankamen und noch den Gegenanstieg zur Hütte bewältigen mußten. Fazit: die Abfahrt kann genauso mühvoll wie der Aufstieg sein (und ebenso schön!).