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Ingo Klöckl
i.kloeckl@2k-software.de

Hochlichtspitze 2600 m, I-

Stützpunkt Göppinger Hütte 2245 m.

Die Hochlichtspitze ist der östliche Eckpunkte des Braunarlspitz-Massivs, das sich streng in Ost-West-Richtung erstreckt und aus einer Reihe von schneidigen Kalkbergen besteht. Dank einer Steiganlage und der unmittelbaren Hüttennähe (sie ist der dominante Berg von der Hütte aus) kann sie recht leicht und schnell bestiegen werden.

Man geht von der Hütte aus, den roten Markierungen folgend, in Richtung Gamsboden. Die Markierungen queren eine schuttige Reise und wenden sich dann rasch und mittelsteil den schuttdurchsetzten Hang zur Rechten zu. Nachdem man so einiges an Höhe gewonnen hat, meist das Hüttendach im Blick, erreicht man den Felsbereich. Die Markierungen führen sicher im Zickzack durch die teils milde, teils wilde Schrofenflanke, queren einigemale eine große Rinne, verlangen manchesmal tüchtiges Zupacken mit den Händen oder bieten manchesmal einen angenehmen Weg. Im ganzen gesehen ein nicht schwerer Steig, der aber nicht nur reines Gehen darstellt, sondern zuweilen Zupacken mit den Händen erforderlich machen kann. Ich habe daher diesem Weg die "I-" verpaßt, aber ich habe auch nicht immer nur den Steig benutzt, sondern bin teilweise neben oder quer zum Steig geklettert, weil ich auf diese Weise so manche geröllüberschüttete Stelle erheblich angenehmer überwinden konnte. Die felsige Flanke ist nur an wenigen Stellen steil, der Fels sehr griffig und bietet zahlreiche Griffe und Tritte, und die Markierung ist gut zu sehen, sodaß solche Eigenmächtigkeiten rasch wieder zum Steig hinführen.

Nach knapp einer halben Stunde erblickt man dann über sich erstmals das Gipfelkreuz, was den Schritt natürlich beschleunigt. Leider stellt man fest, daß statt der vermuteten 20 Höhenmeter noch mehr als 100 folgen müssen, und der Kreuzblick entschwindet denn auch wieder, erst nach weiteren 15 min sieht man das Kreuz wieder, und diesmal ist man tatsächlich kurz unterhalb. Die Felsflanke legt sich nun mehr zurück, die letzen Meter zum Kreuz muß man nochmals leicht anpacken und steht dann schließlich auf dem wirklich schmalen Gipfel, der aus einer mehrere Meter langen Felsschneide besteht. Glücklicherweise war ich mit der Begehung des Höhenweges von der Freiburger Hütte und dem Abstecher zur Schwarzen Wand recht zügig vorangekommen, und konnte daher auch recht früh auf dem Gipfel stehen, den ich ganz für mich allein hatte. Bei vielen Begehern mag schon ein Gerangel um gute Steh- oder gar Sitzplätze aufkommen!

Der Gipfel bietet neben dem sehr schönen Steig einen wirklich guten Ausblick zur benachbarten Orgelspitze und den Johannesköpfen sowie eine ziemlich gute Rundumsicht. Es lohnt sich wirklich, ihn zu besteigen, und mit knapp einer Stunde von der Hütte weg ist er tatsächlich ein guter Nachmittagsberg.