Kleine Wildgrubenspitze 2629 m, I-
| Blick auf die kleine Wildgrubenspitze von der Mahdlochspitze aus. Die Wildgrubenspitze ist der
vorderste Gipfel, dessen Nordseite im Schatten liegt. Er kann von rechts aus über den harmlosen Rücken
erreicht werden.
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Tourenstützpunkt Ravensburger Hütte 1980 m.
Ebenso wie die Mahdlochspitze erhebt sich auch die
kleine Wildgrubenspitze unmittelbar neben dem Mahdlochjoch, allerdings südlich
des Joches in dem Kamm, in dem der höchste Berg des Lechquellengebirges, die
große Wildgrubenspitze, steht. Es handelt sich bei diesem Gipfel um einen bis
auf die letzten Meter unschwierigen Berg, der über eine grasig-schrofige Flanke
mäßig steil weglos erstiegen werden kann. Zur Zürser Seite hin fällt auch die
kleine Wildgrubenspitze wie ihre schwierigeren Nachbarn sehr steil ab, dieses
Gelände ist nicht einfach begehbar. Zur Besteigung kann man mit ca. 40 min vom
Joch aus rechnen.
Zur Besteigung geht man vom Mahdlochjoch aus im Linksbogen auf der Höhenlinie
in der schuttigen Nordflanke südwärts, bis die Flanke über einem deutlich grasig
und flacher wird, ca. 300 m vielleicht. Der Weg zur Ravensburger Hütte liegt
dann deutlich unter dem Standort und man befindet sich auf dem ganz flachen
Endstück der Flanke, die zum Hüttenweg hin in Wiesengelände übergeht. Die Flanke
kann man von hier aus emporsteigen, wobei bald Schrofen auftreten und die Steilheit
bis ca. 50 Grad zunimmt. Zuweilen finden sich sogar undeutliche Steigspuren,
die das Gehen im schottrigen Gelände erleichtern.
Blick auf die Kleine Wildgrubenspitze aus der Wildgrube heraus, auf dem Weg zur Wasenspitze. |
Der Westgratrücken der Kleinen Wildgrubenspitze ist erreicht, Blick zum Gipfel.
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Man erreicht auf der Höhe den Nordgrat der Wildgrubenspitze, den man zum Gipfel
hin verfolgt (Schrofen). Unmittelbar vor der Gipfelpyramide erreicht man eine
Art Gratturm, da hier eine Schichtgrenze zwei Plattenpakete voneinander trennt,
wodurch sich eine kleine, aber deutliche Scharte ergibt, die man durchqueren
muß. Sie ist ca. 2 Meter tief, aber durch die steile Schichtenlage sehr abschüssig.
Von hier aus hat man die letzten zehn Meter zum Gipfel schon vor Augen, mit
leichter Kletterei im abschüssigen Gelände unter überhängenden Felsen erreicht
man die Gipfelpyramide, die man in ebenfalls leichter Kletterei erklimmt. Im
Gegensatz zu meinem AV-Führer würde ich allerdings dieses letzte Teilstück zumindest
mit I- belegen, da es sich durchaus nicht um reines Gehgelände handelt, auch
wenn die Schwierigkeit nicht hoch ist.
In der kleinen Scharte unter den Gipfelschrofen, man sieht schon den Gipfelsteinmann. |
Blick aus den Gipfelschrofen auf den Schartenturm.
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Der Gipfel selber ist ein hervorragender Aussichtspunkt auf die umliegenden
Spullersee-Berge, besonders prächtig ist der Blick auf die Roggalspitze-Nordkante
und den Schafberg sowie die große Wildgrubenspitze. Da der Gipfel selber schon
sehr hoch ist, hindern im wesentlichen nur noch die erwähnten höchsten Gipfel
der Spullersee-Umrahmung den Blick, der ansonsten frei in alle Richtungen schweifen
kann: Bregenzerwald, Lechtaler Alpen, Silvretta und Nachbarn. Herrlich! Da der
Gipfel eine Art kleine Mulde darstellt, die von Felsblöcken gebildet wird, hat
man gleichzeitig ein wunderbares "Jausen-Nest" erreicht. Mir hat dieser Ansteig
sehr gut gefallen, da er bis auf die letzten Meter unschwierig ist (auch diese
nicht schwer) und einen schönen Blick in angenehmer Umgebung bietet, und durch
das Fehlen eines markierten Steiges dürfte er keinesfalls zu den überlaufenen
Gipfeln in der Spullersee-Bergwelt gehören!
Der Gipfelsteinmann. |
Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg, wobei man, wenn man zur Ravensburger
Hütte will, den Hüttenweg im Blick hat und direkt zu diesem absteigen kann.
Man erreicht den Weg in ca. 20 min.
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