Ravensburger Hütte 1980 m
Sehr nette Hütte, von der ich allerdings nur den wunderbar eingerichteten
Winterraum kenne. Er verfügt über ein Vorzimmer mit Oma-Herd (Wissen um das
Feuermachen und Kochen mit Holz also wichtig!), Brennholz und Axt sowie ein
Lager mit mindestens zehn schönen Matrazenlagern. Im Vorzimmer mit Bank und
Tisch ist auch Geschirr vorhanden. Wenn man, wie ich, fast eingeschneit wird,
schätzt man auch das fließende (eiskalte) Wasser aus dem Brunnen direkt vor
der Tür und die Plumpstoilette im Gebäude.
- Aufstieg von Langen über Herrnmahdsteig
Vom Bahnhof Langen 1218 m ist zunächst dank Bauarbeiten an Straßen- und Bahntunnels
kein Weg, weder der Fahrweg noch der Steig zu erkennen. Ich bin daher durch
den steilen Bergwald querfeldein aufgestiegen und, nachdem ich einige Male
einen falschen Holzweg (buchstäblich!) angetroffen und beschritten habe, auf
den richtigen Steig gekommen, der über dem gut angelegten Weg gleichmäßig
nach oben zieht. Sturmholz und Folgen der letzten Schneefälle sowie wild wucherndes
Grün haben den Steig dann so verdeckt, daß ich ihn bald wieder verloren habe
und so wild am steilen Hang querte, bis ich auf den Ausbauweg am Bach traf.
Der Ausbauweg ist sehr gut erkennbar und führt steil neben dem Bach nach
oben, bis zum Bösen Tritt (einem tiefen Tal zur Linken), wo er zu Weideebenen
abflacht. Hier wird er zum gut gangbaren Steig, der bei heftiger Schneebedeckung
aber nicht gut zu sehen ist, aber man kann hier zur Not auch weglos gehen,
sollte sich beim Abwärtsgehen jedoch den Einstieg zum Bösen Tritt merken,
auf daß man nicht im falschen Tal landet ;-)
Ab den Weideflächen fast eben bis zum Spullersee, um den ein breiter Fahrweg
führt, der weiter ins Tal hinein reicht und von dem dann nach ca. 500 m
der Steig zur nun schon sichtbaren Hütte über Weideflächen hinaufläuft.
Im ganzen ca. 3 1/2 Stunden Wegzeit, davon 2 1/2 Stunden immer steil aufwärts.
- Aufstieg von Zürs
Vom Bahnhof Langen aus hat man die Möglichkeit, mit dem Postbus um ATS
28,- über den Flexenpaß nach Zürs 1720 m zu fahren. Dieser Ort, eine sommerliche
Geisterstadt, wird nur im Winter von Aufstiegshilfen-Sportlern bewohnt und
ist entsprechend häßlich. Von hier aus führt in einer Stunde ein Schotter-,
später Feldweg zum Zürser See auf 2140 m, der immer sehr sonnenexponiert
verläuft, aber auf ca. 2000 m eine Quelle oder besser Viechtränke passiert.
Hier kann man prima Wasser fassen. Der See selber liegt sehr romantisch
in einer stark buckligen Hochfläche, wird aber durch die drei Aufstiegs"hilfen"
für die Sportler sehr entstellt. Naja, da muß man durch ...
Weiter auf die Westseite des Sees und unter dem Lift zum Mahdlochjoch
hindurch, bis man 100 m nach dem Lift auf eine Wegteilung stößt. Man wählt
den Weg nach rechts in Richtung Lift und Joch, das man über eine weitere
Hochfläche recht steil in einer Stunde erreicht. Das Joch muß sich mit der
Bergstation einer Aufstiegs"hilfe" zurechtfinden, aber ab jetzt hört der
Sportlerspuk auf. Der weitere Weg zur Ravensburger Hütte ist deutlich zu
sehen und man benötigt ca. 1 Stunde. Vom Joch aus kann man allerdings zuvor
noch zwei nette Gipfel mitnehmen, die Mahdlochspitze
2546 m über Gras und die kleine Wildgrubenspitze
2629 m über Gras und Fels.
- Abstieg nach Klösterle
Wie Aufstieg auf Ausbauweg, nur gerade bis Klösterle steil ins Tal hinab weiterverfolgen.
Man trifft direkt auf die Bundesstraße im Ort. Im ganzen ca. 2 Stunden, wenn
man im Schnee den Weg teilweise erst finden muß und sich oben über Schneemassen
hinwegkämpfen muß.
Hüttenziele:
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