Roter Turm 2702 m, Westrampe (II)
Tourenstützpunkt Karlsbader Hütte 2260 m,
Tag 5 des Kletterkurses.
Der Gipfel stellt den markanten Endpunkt des Sandspitz-Kammes dar; wie ein
Turm besitzt er auf allen Seiten steile, fast lotrechte Wände mit einem
großen ebenen Gipfelplateau. Eine Schwachstelle dieses Bollwerkes ist
die West-Flanke, in der eine Schlucht (Schmittkamin) eine schräge Rampe
abtrennt, die bis kurz unter den Gipfel führt. Am oberen Ende der Schlucht
vereinigt sich die Rampe mit dem Gipfelblock. Auch diese Tour scheint sehr beliebt
zu sein, vor allem beim Bundesheer, dessen fröhliche Rufe aus allen Kaminen,
Wänden und Rissen ertönte. Aber wann treffe ich in den Bergen mal nicht auf
diese ernüchternd fitten Burschen ...
Der Anstieg erfolgt von der Hütte aus auf gut sichtbarem und markiertem
Steig bis in den Schmittsattel (1 h). Von hier aus bieten sich verschiedene
Routen in oder entlang der Schlucht an. Da eine Dreiergruppe sich sehr lange
im unteren Rampenteil aufhielt, stiegen wir in leichter Kletterei (I) bis zu
den senkrechten Abbrüchen der West-Wand. An deren Kante steil empor (II),
bis man auf die Rampe trifft, die längs der Schlucht verläuft (I).
Am oberen Ende vereinigt sich die Rampe mit dem Gipfelblock. Eine kleine Schlucht
wird betreten, an deren Ende man steil (I-II) auf das Gipfelplateau aussteigt
(1 h).
Der Rückweg erfolgt auf dem Aufstiegsweg.
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Der Rote Turm, von der Laserzwand aus gesehen (Ausstieg
aus der Bügeleisenkante, linker Bildrand). Die Tour zieht vom Sattel
links zu den lotrechten Abbrüchen rechts, an deren Kanten direkt hinauf
zum Riß und längs dessen Oberkante zum Gipfelplateau, das durch
eine Schlucht mit Kamin erreicht wird. |
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