Homepage von Ingo Klöckl
 Home
 Farbchemie
 - Geschichte
 - Pigmentliste
 - Definitionen
 - Farbphysik
 - Chemie
 - Verwendung
 - Literatur
 - Fragen
 - Links
Ingo Klöckl
i.kloeckl@2k-software.de

Zunächst einige Begriffsdefinitionen, die in den folgenden Texten benutzt werden, um einiger Verwirrung des Ausdrucks vorzubeugen:

  • Als Farbmittel sollen hier alle diejenigen Substanzen bezeichnet werden, denen Farbigkeit zu eigen ist, ob sie nun Pigmente oder Farbstoffe darstellen.

  • Pigmente sind Farbmittel, die in einem bestimmten Lösungsmittel, das einer Maltechnik zu eigen ist, unlöslich oder nahezu unlöslich sind. Sie werden mit einem Bindemittel zur eigentlichen Malerfarbe angerührt. Pigmente weisen stets eine körperliche Beschaffenheit auf, die sie zur Malerei geeignet macht.

  • Farbstoffe dagegen sind dem maltechniktypischen Lösungsmittel lösliche farbige Substanzen. Durch ihren fehlenden Köper und ihre Unstofflichkeit verwendet der Maler Farbstoffe nicht, dagegen werden sie vor allem zum Schreiben (Tinten) und in der Färberei eingesetzt.

    Durch einen Trick können jedoch auch Farbstoffe teilweise zum Malen verwendet werden: sie werden durch Zugabe eines Metallsalzes ausgefällt und gewinnen so Stofflichkeit. Teilweise schlagen sich die Farbstoffe auch nur oberflächlich auf dem Fällungsmittel nieder, nichtsdestotrotz weisen sie hernach die erwünschte Körperlichkeit auf.

    Den Vorgang der Fällung von Farbstoffen nennt man Verlackung, das Ergebnis ist ein Farblack. Beispiel: die löliche Carminsäure ist ein Farbstoff, das Fällungsprodukt mit Aluminiumsalzen der Krapplack.