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Graz ist die Landeshauptstadt der Steiermark, im Südosten der Steiermark
an der Mur gelegen.
Die ersten Grazer waren windische Bauern, später Bayern, die die sumpfige
Landschaft trockenlegten und die Stadt nach dem slowenischen Gradec, das heißt
kleine Burg auf einem Berg, zunächst Grätz, später dann Graz
nannten (1128 erstmals in offiziellen Dokumenten genannt). In der Tat weist
Graz einen Schloßberg (474m hoch) auf, der die Reste der Burganlage,
die der napoleonischen Zerstörungswut entgingen, trägt. Das Kastell
des 10. Jahrhunderts wich im Mittelalter einer Herrschaftsburg für die
Markgrafen und Herzöge der Steiermark. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage
in eine Renaissancefestung umgebaut.
Ab 1480 traten die drei Plagen in Erscheinung: 1480 kam aus Süden ein
gewaltiger Heuschreckenschwarm, der das gesamte Gebiet rund um die Stadt kahlgefressen
zurückließ. Die in Folge hiervon verendeten Tiere waren der Grund
für die zweite Plage, die Pest, die von 1480 bis 1484 wütete. Pestsäulen
erinnern noch heute an diese Zeit. Die dritte Plage waren die Türken,
die mehrfach kamen: 1480, 1532 und 1664. An sie erinnert in der Sporgasse
der böse geschnitzte Türke über dem Palais Saurau. Eine Mariensäule
am Eisernen Tor gedenkt des Kampfes 1664 bei Sankt Gotthard, als die Türeken
geschlagen wurden.
Heute ist Graz eine Universitätsstadt mit 270.000 Einwohnern und damit
die zweitgrößte Stadt Österreichs. 40.000 Studenten besuchen
die technische Hochschule.
Sehenswürdigkeiten:
- Uhrturm und Burg auf dem Schloßberg
- Hauptplatz mit historischem Rathaus, zahlreichen alten Bürgerhäusern
und dem Wochenmarkt mit permanenten Milch- und Wurststandeln (in Winterszeiten
auch Maronibratern)
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| Der Hauptplatz |
- Glockenspielplatz
- Landhaus, schöner Arkadenhof im italienischen Stil
- Burg (Sitz der steirischen Landesregierung) mit spätgotischer Doppelwendeltreppe
- Das Zeughaus in Graz enthält das weltweit größte historische
Waffenarsenal.
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